Hundekrankengymnastik nach Blümchen VagA
DogWell   Wellness und Fellpflege für Vierbeiner
Kerstin Ruhsam
 
 

Ätherische Öle
Hydrolate
Pflanzenöle

 
Die gewerbliche Verwendung (z. B. für Veranstaltungen) oder Vervielfältigung folgender Texte ist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Autorin gestattet!
 
Ich arbeite nach dem 3-Ebenen-Modell der Energetik laut WKO.
 
Dosierung und Anwendungsmöglichkeiten von ätherischen Ölen
 
Schwarzkümmelöl
 
Liste eingeschränkte Anwendung ätherischer Öle bei Hunden
 
Haltbarkeit und Lagerung von ätherischen Ölen, Hydrolaten und Pflanzenölen
 
Photosensibilität
 
Bewährte Mischungen ätherischer Öle
 
 
 
 

Aromatherapie – für Tiere?


Die Aromatherapie ist ein Teilbereich der „Phytotherapie“, der traditionellen Pflanzenheilkunde. Diese wiederum ist Teil der naturwissenschaftlich orientierten Medizin.
Ätherische Öle sind flüchtige (ätherisch = himmlisch) Bestandteile von therapeutisch wirksamen Pflanzen. Diese Bestandteile haben nachweisliche Wirkungsweisen – je nachdem in welcher Pflanze bzw. in welchem Teil der Pflanze sie sich befinden. Mittels verschiedener Gewinnungsmethoden (Destillation, Extraktion...) werden diese duftenden Bestandteile aus dem pflanzengebundenen Zustand gelöst.
Die ätherischen Öle wirken nun über die Haut, die Schleimhäute oder die Nase ganz spezifisch auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden.
Hunde sind äußerst geruchsorientierte Tiere und ihre Haut ist mittels der vielen Haar (drüsen) optimiert für das Aufnehmen von lipophilen Stoffen wie äth. Öle oder fette Pflanzenöle. Menschen wie Tiere profitieren gleichsam von den Wirkstoffen dieser Substanzen.
Als ärztlich geprüfte Aromapraktikerin möchte ich darauf hinweisen, daß ich mich als seriös arbeitende Aromatherapeutin deutlich von esoterischen Methoden (ohne diese abzuwerten) abgrenze. Äth. Öle wirken nachweislich aufgrund ihrer biochemischen Inhaltstoffe.


 
 
Welche Anwendungsarten gibt es?

Die Raumbeduftung mittels Duftlampe ist nur ein kleiner Anwendungsbereich in der Aromatherapie (der auch vom Besitzer selbst durchgeführt werden kann). Im wesentlichen lassen sich folgende Anwendungsmethoden beim Hund durchführen:

• Perkutan - über die Haut: Einreibungen, Aromamassagen, Wickel, Kompressen, Packungen mit Heilerde, Spülungen, lokales/punktuelles Auftragen, (Teil)Bäder –
diese wirken naturgemäß auch über die Nase.
• Über die Schleimhaut bzw. oral: Inhalationen, Aufnahme über Futter oder Trinkwasser,
• Nasal – über den Geruchsinn: Raumbeduftung, Körbchensprays, Beduftete Halsbänder, Halstücher, Plüschspielzeug, Polster, Decken etc.

 
 

Was wird dazu verwendet? – Qualitätsansprüche


Die Aromatherapie beschränkt sich nicht nur auf die Verwendung von äth. Ölen, sondern schließt auch Pflanzenöle- und fette, sowie Hydrolate (Pflanzenwässer) mit ein.
Duftöl ≠ ätherisches Öl. Es werden ausschließlich 100% naturreine äth. Öle, vornehmlich in kbA Qualität verwendet, deren Reinheit durch Qualitätszertifikate vertrauensvoller Firmen nachgewiesen ist. Dasselbe gilt für Hydrolate & Pflanzenöle.

Nicht verwendet werden: Naturidentische oder synthetische Duftöle wie man sie preiswert in Drogeriemärkten erhält, standardisierte oder rektifizierte äth. Öle, Mineralöle oder raffinierte Öle als Trägersubstanzen, Duftkerzen oder sonstige Sprays, Diffuser...

Achtung! Hundeparfums und synthetisch beduftetes Hundeshampoo bedeutet genau das Gegenteil von Aromatherapie. Diese stören die empfindliche Hundenase auf aggressivste Weise und können zudem allergische Hautreaktionen auslösen!


 
 
Wie erlebt der Hund die Aromaanwendung?

Ganz egal, welche Anwendungsart für den Hund gewählt wird, als oberste Regel gilt, dass niemals eine Geruchsbelästigung für den Hund entstehen darf.
Unsere vierbeinigen Freunde haben ein weitaus stärker ausgeprägtes Geruchsorgan als wir Menschen. Deshalb nehmen Hunde Gerüche wahr, die für uns gar nicht riechbar sind. Die äth. Öle werden stark verdünnt in spezifische Trägersubstanzen (Hydrolate, Pflanzenöle, Fette, Wasser, Honig, Heilerde etc.) eingearbeitet, aber niemals pur aufgetropft (!).
Da Hunde ein gutes Gespür dafür haben, was ihnen gut tut, genießen viele (vielleicht nach anfänglicher Unsicherheit) diese Wohltat. Begleitende Maßnahmen wie zB eine Massage oder Rotlicht lassen unsere Hunde oftmals richtiggehend wegschlummern.

Wichtig ist, den Hund zu nichts zu zwingen und ihn an allem was an ihm gemacht wird „teilhaben“ zu lassen, zB durch schnuppern lassen. Besonders Pflanzenöle oder Hydrolate werden gerne von den Hunden abgeschleckt.


 
 
Wie wirkt die Aromatherapie beim Hund?

Die Bandbreite der Wirkungen von aromatherapeutischen Maßnahmen beim Menschen kann 1:1 auf Hunde übertragen werden.
Hervorzuheben sind folgende Wirkungsweisen: entzündungshemmend, leicht schmerzstillend, antifungizid, insektenabweisend, hautpflegend, Abwehrkräfte stärkend, antiviral, antibakteriell, hormonmodulierend, beruhigend, angstlösend, stimmungsaufhellend, ausgleichend und vieles mehr!

Aromatherapie kann nicht alles – aber mehr als man glaubt!

 
 
Worauf muss unbedingt geachtet werden? Vorsichtsmaßnahmen?

Nicht alle äth. Öle sind für die Anwendung beim Hund geeignet. Manche Inhaltsstoffe (zB in Kampfer oder Oreganoöl) können hautreizend sein, leber-, nerven oder nierentoxisch. Außerdem gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Welpen, trächtigen/säugenden Hündinnen, alten oder geschwächten Tieren, Epileptikern oder atemwegserkrankten Hunden.
Als ärztlich geprüfte Aromapraktikerin besitze ich professionelle Kenntnis über sämtliche Wirkungsbereiche und den sorgfältigen Umgang mit diesen Substanzen.
 
 
Sollte nicht extra darauf hingewiesen sein, dürfen die genannten Tipps und Rezeptideen nicht bei Katzen oder anderen Tieren angewendet werden.
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass die im Buch vorgestellten Ratschläge und Rezeptideen, keinesfalls eine tierärztliche Betreuung ersetzen.
 
 
[ aktualisiert am: 23.01.2017 ]